Blog-Artikel 7 "Schuld" gegen "Lernerfahrung" 

Hi zusammen, 

 

es freut mich geradezu unbändig, über dieses Thema zu schreiben. Ich finde dieses Wissen unglaublich kraftvoll in meinem Leben, dass ich es einfach teilen muss. 

Es geht um die Schuld. 

 

Schuld ist in meinen Augen nichts anderes, wie: "Die Ursache im Aussen suchen."  

 

Ich muss ein bisschen ausholen. Denn vielen macht dieser Satz wahrscheinlich noch nicht komplett Sinn.

Dass man die Ursache im Aussen sucht ist doch völlig normal, oder? Gibt es denn noch eine Andere Möglichkeit? Die Umstände, ich selbst, oder die Anderen sind doch immer schuld, wenn im Leben etwas schief läuft!

Natürlich ist der Nachbar Schuld, wenn mein Auto bei seinem Einparkieren Schaden nimmt. Natürlich ist mein Freund schuld, wenn ich ihn anschreien muss, weil er mir im Haushalt nie hilft. Natürlich ist der Chef schuld, dass ich mich schlecht fühle, wenn er mir die Lohnerhöhung nicht geben möchte, die ich schon lange verdiene, usw. usw. usw. 


Die Sache ist nur die, dass wir uns selbst für das Risiko entschieden haben. Oder nicht? Wir begaben uns selbst in die Situation. Und warum? Um bei jemandem oder dir selbst die Schuld zu suchen? 

Gehst du zBsp. in eine Beziehung um am Schluss sagen zu können, er oder du, oder beide waren schuld, dass es nicht geklappt hat?

Bringt es dir etwas zu wissen, "an wem etwas gelegen hat?" 


Ich glaube nicht. Ich bin überzeugt, dass solange wir in Schuldbegriffen denken, gar nicht den Sinn der Übung sehen können. 

Macht ein Unglück in meinem Leben Sinn, nur weil ich sagen kann, der Andere wars? Oder ich selbst war Schuld daran? Habe ich dann etwas gelernt, oder erkannt, das mich weiterbringt?


Sinn macht es doch erst, wenn ich das Ereignis anschaue und erkenne, alles was ich gemacht habe, was mir geschehen ist und alles was der oder die Andere/n gemacht hat/haben, grundsätzlich Gut ist. 

(Ich höre Euer inneres Stöhnen und Eure Proteste.) 


Jedem fällt jetzt wahrscheinlich ein Ereignis ein, das so schlimm war, dass man es nicht und auf gar keinen Fall Gut nennen kann. Oder? 


Ich schreibe das hier wirklich nicht um jemanden zu kränken, oder zu verletzen. Ich schreibe es, weil ich erkannt habe, wie wichtig es in meinem Leben war, meinen eigenen Fokus und meine eigene Einstellung zu ändern. 

Also ich erkläre weiter wie ich es meine, wenn du noch magst. 

Stell dir jetzt mal ein Ereignis vor, das du noch nicht verziehen hast. Dir oder dem/der Anderen. 


Nun stell dir die Tatsache vor, dass alles Gut war, so wie es war. Einfach mal für diesen Versuch.

Wenn dir gelingt kurz alles als Gut und Richtig anzusehen. Wo ist jetzt die Schuld geblieben? 

Ist es nicht plötzlich so, dass jetzt das Lernen aus der Situation im Vordergrund stehen darf?

Kannst du nun nicht besser zurück gehen und dir überlegen, wo hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass ich das nicht tun sollte und habe nicht darauf gehört? Wann hat es begonnen komisch zu werden und ich habe nicht darauf reagiert? Wann tat ich dies alles gegen mein Gefühl, um den Anderen nicht zu verletzen? Usw. 

Wenn wir beginnen, alles was wir bereuen, oder heute anders machen würden, so anzusehen, statt die Schuld bei jemandem oder etwas zu suchen, (was wirklich komplette Zeitverschwendung ist) könnten wir aus jeder Situation etwas lernen und wir könnten es einfach nächstes Mal besser machen, statt uns oder andere zu bestrafen. 


Ich hoffe, ihr konntet meinen Denk-Ansatz verstehen. 

Es macht Euch zu Schöpfern Eures Lebens und holt euch jederzeit in jeder Situation aus der Opferhaltung heraus. 

Das ist ein motivierendes Gefühl, das ich jedem nur empfehlen kann. So kannst du beginnen das Bestmögliche aus jeder Situation in deinem Leben für dich herauszuholen. 


Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim ausprobieren dieser veränderten Vorgehens- und Sichtweise! 


Eure Sabine Wunderli 


 

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Kommentare: 1
  • #1

    Heidi (Sonntag, 16 August 2015 11:48)

    BRAVO