Blog-Artikel 4 "Das Leben lang lernen."  

Hallo zusammen! 

 

Es freut mich, dass du hier bist und meinen Eintrag zum Thema "Das Leben lang lernen" liesst.

 

Ich persönlich kann mich nur an wenige Zeiten erinnern, in denen ich nicht gerade in Kursen, Ausbildungen oder sonst sehr beschäftigt mit einem einzelnen Thema war. Sei es im Aussen oder im Innen, obwohl ja immer beides zusammen hängt. 

Das ganze Leben ist ein lernen. Es gibt viele Menschen, für die das ganze Leben ein Leiden oder eine Mühsal ist. Das war es auch für mich einmal. 

Das waren Zeiten, in denen ich mich nicht mit dem was ist abfinden konnte. Zeiten in denen ich es unbedingt auf eine bestimmte Art und Weise haben wollte und nicht anders. 

Kennt ihr das? Dass ihr die Reaktionen von Aussen als Strafe, als Unglück oder als feindlich erlebt, gegen das was ihr selbst wollt? 

Eigentlich geht es im Endeffekt nur darum, ALLES als Lernen und als Erfahrung anzusehen. Es geht nicht um Recht haben, es geht nicht um Gewinnen oder Verlieren. Es geht einzig um das Erleben, Erfahren und Beobachten. So kann man jede Situation zur Lernsituation machen, ohne dass man sich der Situation ohnmächtig ausgeliefert sieht. 

Ich selbst habe oft den Weg gewählt mit Kontrolle etwas verändern zu wollen. Doch ihr erratet es sicher. Das funktionierte nicht. Es geht auch nicht darum, sich einfach dem Willen Anderer zu unterwerfen. Es geht darum zum Beobachter zu werden. In dem Moment, wo ich anfange zu beobachten, statt immer sofort zu agieren, kann ich auch meine Gefühle zur Situation spüren und beobachten. Dann kann ich mich fragen, was hat das im Aussen mit meinem Inneren ERLEBEN  zu tun? 

Ich kann beginnen mich gleich nach innen zu richten und in mir etwas zu ändern. Wenn ich lerne mit meinen Gefühlen umzugehen, nicht immer gleich zu reagieren wenn ich ein Gefühl wahrnehme, sondern mich erst frage, warum dieses Gefühl jetzt gerade so stark da ist, kann ich ganz anders auf Situationen im Leben eingehen. Wenn ich dann auch noch weiss, dass das Thema nie das Aussen ist, sondern immer in mir ist, kann ich auch gelassener werden. Dann bin ich nicht mehr Opfer der Umstände, sondern kann mich als Schöpfer meiner Umstände verstehen. "Wie im Innen so im Aussen."

Bin ich zBsp. selbst in meinem Denken und Fühlen aggressiv, muss ich mich nicht wundern, wenn Situationen, Menschen oder Tiere etc. in mein Leben treten, die aggressiv sind. Ich ziehe förmlich solche aggressiven Lehrmeister an. Ich nenne sie Lehrmeister, weil sie mir den Weg zeigen. Sie zeigen mir, wo in mir ich als nächstes hinschauen soll. Stört mich etwas im Aussen, suche ich den Grund in mir. Es wäre völlige Zeitverschwendung im Aussen die Lösung für mein Problem zu suchen. 

Bin ich zum Beispiel Lärmempfindlich, nützt es wenig, mich mit den Nachbarn zu streiten, mich innerlich aufzuregen, umzuziehen usw. wenn ich nicht gleichzeitig merke, dass es mit den Nachbarn oder der Umwelt gar nichts zu tun hat. 

Das einzige was ich machen sollte, ist meinen Widerstand aufzugeben, zu wissen, dass das Leben laut ist und alle die Geräusche in mein Leben zu integrieren. Wenn ich mich nicht mehr aufrege finde ich meine innere Mitte wieder und kann inmitten von Umständen die mich früher bis aufs Blut gereizt haben, leben und Sein und Glück und Dankbarkeit empfinden. Es liegt allein an mir und meinem Denken. 

Klingt schwierig ist es am Anfang auch. Ich selbst bin am Lernen jeden Tag. Und wenn es mal nicht so gut klappt, darf das auch sein. So lange die Gefühle da sind, muss man sie nicht verstecken oder unterdrücken. Man sollte damit arbeiten und dankbar sein, dass man so viele Gelegenheiten zum lernen bekommt. 

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen wunderbaren lehrreichen Tag und bis ganz bald! 

Eure Sabine Wunderli

 

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